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erstellt:  2. Mai 2026

Autor:   Manfred Reinnarth

Datenvorfall beim Kreis
Kreis Ahrweiler · Bürger, die auf Internetseiten des Kreises Ahrweiler E-Mail-Adressen hinterlegt haben, etwa für einen Newsletter, sollten auf Anraten der Verwaltung ihre Zugangsdaten ändern. Der Ratschlag steht im Zusammenhang mit der Störung der Internetpräsenz der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 24. bis 29. April. Strafanzeige ist erstattet.

Wie die Behörde zunächst bei Instagram meldete, waren am 23. April Unregelmäßigkeiten auf der Webseite entdeckt worden und das System sicherheitshalber abgeschaltet worden. Ein auf Cybersicherheit spezialisierter externer Dienstleister wurde hinzugezogen. Das Ausmaß des Vorfalls wurde daraufhin untersucht und ein System nach dem anderen geprüft. So stellte sich heraus, dass auch das Kreistagsinformationssystem sowie das Archiv des Heimatjahrbuchs betroffen waren.

Die Aufsichtsbehörde, der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz, sowie das CERT, das „Computer Emergency Response Team“ der Landesverwaltung Rheinland-Pfalz, wurden informiert. "Ob persönliche Daten, wie beispielsweise E-Mail-Adressen von Newsletter-Abonnenten, an Dritte abgeflossen sind, kann nach aktuellem Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden", hieß es am 27. April: "Derzeit laufen umfassende forensische Untersuchungen, um Art und Umfang des Angriffs sowie mögliche Auswirkungen zu klären." Eine transparente und umgehende Kommunikation wurden angekündigt, und zwar für den Zeitpunkt, an dem gesicherte Erkenntnisse vorlägen.

Neben der Aufforderung, sicherheitshalber die eigenen Mailzugänge mit neuen Passwörtern zu sichern, gab es auch eine Warnung für den Fall, dass ein Newsletter eintrifft, obwohl die Kreisverwaltung die Versendung vorübergehend aussetzte. Offenkundig rechneten die Sicherheitsexperten mit einem Missbrauch gestohlener Daten und weiteren Attacken.

Unterdessen wurden die Internetseiten neu aufgebaut und die forensischen Untersuchungen fortgeführt. Am 28. April gab es zunächst noch eine Interims-Online-Seite. Einen Tag später, am Mittwoch gegen 14 Uhr, liefen die Seiten wieder. Eine Neuanmeldung für den Newsletter war jedoch noch nicht möglich. Auch Anfang Mai lief das Kreistagsinformationssystem noch nicht.

Die Internen Systeme der Kreisverwaltung sind von dem Vorfall laut Behörde nicht betroffen. Internetseite sowie weitere Online-Angebote seien bei externen Dienstleistern gehostet. Hauptsächlich gehe es um Wordpress-Seiten. Andere Systemschwierigkeiten, wie etwa am Vormittag des 30. Aprils in der Zulassungsstelle, sind unabhängig von der Cyber-Attacke zu sehen; da waren Zulassungsstellen in ganz Deutschland betroffen.

TIPP: Seien Sie insbesondere dann vorsichtig, wenn in scheinbar von der Kreisverwaltung Ahrweiler stammenden E-Mails zu ungewöhnlichen Handlungen aufgefordert wird. Bitte antworten Sie nicht auf solche E-Mails und öffnen Sie keine Anhänge oder Links.

Quelle:  Kreisverwaltung Ahrweiler