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erstellt:   29. Juli 2026

Autor:   Manfred Reinnarth

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Ameise unter Sinzig
Sinzig · Unter Straßen und Häusern in Sinzig baut eine invasive Ameise aus dem Mittelmeerraum ihre Kolonien. Tapinoma magnum heißt sie und wird auch Große Drüsenameise genannt. Das Problem mit ihr: Sie höhlt den Boden auf einem Meter Tiefe in unzähligen Höhlen mit jeweils eigenen Königinnen aus. Das beeinträchtigt die Standsicherheit der menschlichen Bauten darüber. Und wegen der verschiedenen Königinnen - bis zu 1000 sollen in einem Gängekomplex zuhause sein können - sind diese Ameisen nicht so einfach loszuwerden.
Die Stadtverwaltung kennt das Problem seit 2025 und hat sich auch einen Experten an die Seite geholt. Denn einige Kommunen sind am Kampf gegen Tapinoma magnum schon verzweifelt. Die erste Erkenntnis: "Die Bekämpfung der Ameisen kann nur gemeinschaftlich gelingen. Werden lediglich einzelne Grundstücke behandelt, weichen die Ameisen auf benachbarte Flächen aus und breiten sich weiter aus. Deshalb ist ein koordiniertes Vorgehen aller Betroffenen von entscheidender Bedeutung", teilte die Stadt Sinzig mit.
Darum gibt es am Donnerstag, 6. August, ab 18 Uhr im Ratssaal eine Informationsveranstaltung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Bei der Veranstaltung wirken ein Entomologe und Parasitologe, ein Gutachter für Schädlingsbefall sowie ein Betroffener mit. Sie geben auch Tipps, was gegen die Ameisen unternommen werden kann. Privatleute dürfen selbst höchstens kochendes Wasser einsetzen, das die Zahl der Tiere verringert und die Brut zerstört - wenn es die überhaupt in der Tiefe erreicht.

Termin: Donnerstag, 6. August, ab 18 Uhr im Ratssaal.

Quelle:   Stadt Sinzig


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